Eine Pilgerfahrt zum Heiligen Isidor von Madrid – ein herzliches Wiedersehen nach 44 Jahren 

 

 

Eine kleine Abordnung der St. Isidor- und Notburga-Bruderschaft besuchte die Königliche Erzbruderschaft San Isidro anlässlich der Festwoche des Madrider Stadtpatrons San Isidro vom 13. – 17. Mai 2013.

San-Isidro-Stadtprozession

Die Gruppe mit Vorstandmitglied Klaus Reindl wurde von ihren spanischen Mitschwestern- und Brüdern herzlich aufgenommen. Der Präsident und Vertreter des spanischen Königs in der Bruderschaft (Teniente de Hermano Mayor), Luis Manuel Velasco Sáinz, begrüßte die Münchner in einer kleinen Feier bei den Sarkophagen der Heiligen und ehrte jeden einzeln mit der Skapuliermedialle der spanischen Erzbruderschaft. Bei der imposanten San-Isidor-Stadtprozession durften die Münchner mit der eigenen Bruderschafts-fahne vor den großen Barockfiguren des Hl .Isidor und seiner Ehefrau Santa Maria da la Cabeza mitziehen.  Dichtgedrängt säumten viele tausende Gläubige den Prozessionsweg, was manchen an die großen Münchner Stadtprozessionen in den Nachkriegsjahren erinnerte.

 

Nach einem feierlichen Pontifikalamt in der barocken Königlichen Stiftskirche San Isidro (mit den Sarkophagen der beiden Heiligen) wurde die Münchner Gruppe von Erzbischof Kardinal Dr. Varela, dem Vorsitzenden der spanischen Bischofskonferenz, in einer ausnehmend herzlichen Audienz begrüßt. Gut gelaunt, in fließendem Deutsch erzählte Kardinal Varela  über seine Münchener Studienzeit (u.a. bei Romano Guardini) und seine deutsche Promotion in den 60er Jahren. Während seiner Studienzeit  half er als Subsidiar in der Pfarrei St. Rafael aus. Von 1966-1969 war er auch Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität.  „Grüßen Sie von mir ganz herzlich Ihr schönes München und Ihre Freunde im Alten Peter,  und in den  anderen Pfarreien.“. Gern würde er im Monat August  wieder das Erzbistum München besuchen, wenn es nur seine Verpflichtungen und sein hohes Alter erlauben würden.  Unter Mitgabe von gesegneten Erinnerungsstücken und Medaillen entließ der sehr sympathische Kardinal die Münchner Reisegruppe mit  seinem Segen und mit dem Versprechen, im nächsten Jahr mit einer größeren Gruppe aus Bayern wiederzukommen.

Dann wurden die Münchner und auswärtigen Gäste zu einem Essensempfang eingeladen, bei dem die mitgebrachten Gastgeschenke überreicht wurden. In den abschließenden Festreden dankten die Vorstände Luis Manuel Valasco Sáinz und Klaus Reindl für die gegenseitige Wertschätzung und bekräftigten für die Zukunft die intensivere brüderliche Zusammenarbeit zwischen Madrid und München.

 

Kardinal Varela 1
Audienz bei Kardinal Dr. Varela

 

Eine Besichtigungstour mit Besuch der Kathedrale, wertvoller Kirchen und des Königspalastes rundeten die attraktive 4-tägige Pilgerreise ab.

 

Die St. Isidor- u. Notburga-Bruderschaft in München will sich auch in der Gegenwart den aktuellen christlich-sozialen Herausforderungen stellen. Vor dem Hintergrund der großen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa werden über das große, einflußreiche Netz des Isidor-Vereins in Madrid (Real, Muy ilustre y Primitiva Congregacion de San Isidro de naturales de Madrid) neue Kontakte zu jungen arbeitlosen Christen in Spanien aufgebaut, die nach ihrer Ausbildung/Studium einen Berufseinstieg bei katholischen und sozialen Einrichtungen in Deutschland auf dem Sektor der Pflegeberufe und Informatiker suchen.

 

Hierzu  ist jede Mitarbeit und Hilfe von neuen Mitgliedern und engagierten Christen in der Bruderschaft sehr willkommen.

 

Im kommenden Jahr ist wieder eine Wallfahrtsreise zum Hl. Isidor nach Madridi geplant, dazu will man interessierte Mitglieder der noch aktiven Isidori-Vereine in Bayern zur Teilnahme motivieren.